Tierschutzverein Pfaffenhofen und Umgebung e.V.
Tierschutzverein Pfaffenhofen und Umgebung e.V.

5.500 € für 7 Fundkatzen??? Ja sind diese spinnerten Tierschützer denn jetzt völlig verrückt geworden??? Das wird sich mancher Leser des Pfaffenhofener Kuriers angesichts des Artikels vom 07.10.2015 kopfschüttelnd gefragt haben. Zugegeben, dieser Betrag klingt erst einmal reichlich überzogen. Wer sich aber die Mühe macht, genauer hinzuschauen, der wird ganz schnell feststellen, dass sich diese Summe nicht nur relativiert, sondern insgesamt betrachtet sogar eigentlich noch zu wenig ist. Unumstößlich ist zunächst die Tatsache, dass sämtliche Gemeinden, Kommunen und Städte in Deutschland per Gesetz (geregelt im BGB) verpflichtet sind, sich um Fundtiere (diese unterliegen dem Fundrecht)  zu kümmern. Daraus resultiert eine Verantwortlichkeit der zuständigen Fundbehörde für artgerechte Unterbringung und medizinische Versorgung. Bei Übertragung dieser Aufgaben an einen Tierschutzverein sind diesem die Kosten hierfür zu erstatten. Und da beginnt das Problem: jeder Tierbesitzer weiß selbst, was für Kosten mit der Haltung eines Tieres verbunden sein können. Allein die  vorgeschriebene tierärztliche Versorgung verschlingt Unsummen, denn entgegen landläufiger Meinung bekommen die Tierheime weder Vergünstigungen noch gar etwas geschenkt. Jedes  neu zugegangene Tier muss entwurmt, gegen Parasiten behandelt und geimpft werden, allein schon, um ggfls. Epidemien zu vermeiden. Auch die Bereitstellung von Tierfutter und die artgerechte Unterbringung der Tiere muss gewährleitet sein. Das alles kostet Geld und belastet die ohnehin schon knappen Kassen der Tierheime immens. Die bisherige Regelung besagt, dass die Gemeinden im Landkreis Pfaffenhofen, die mit dem Tierschutzverein Pfaffenhofen einen Fundtierkostenpauschalvertrag geschlossen haben, eine Pauschale von 0,25 € pro Einwohner (ausgenommen die Stadt Pfaffenhofen, diese zahlt 0,50 €) einmal im Jahr zahlen.

Kommen wir also noch einmal auf die Gemeinde Hohenwart (4.495 Einwohner zum Stichtag 30.06.2014)  zurück:

4.495 Einwohner x 0,25 € (Pauschale) = 1.123,75 € : 365 (Tage/Jahr)= 3,08 € täglich

3,08 € pro Tag, egal ob wir ein Tier zu versorgen haben oder mehrere. In Hohenwart gab es im gesamten Jahr 2014 elf Fundtiere (8 Katzen und 3 Hunde). Für diese Tiere hatten wir genau € 0,28 täglich zur Verfügung, davon haben wir alles bezahlen müssen, nicht nur die Versorgung der Tiere, auch den Unterhalt des Tierheims wie auch Betriebskosten wie Wasser, Gas, Strom, Müllentsorgung, Versicherungen für Gebäude und  Auto… etc. Wie wir das schaffen??? Bis auf 3 begründete Ausnahmen arbeiten alle Helfer, die unsere Tiere betreuen, ehrenamtlich, das heißt, sie bekommen keinen einzigen Cent für ihre Arbeit. Müssten wir unsere Helfer bezahlen, könnten wir die Tierherberge schließen. Zusätzlich bitten wir um Spenden und werben um Mitgliedschaften, damit wir den Betrieb überhaupt aufrechterhalten können. So ist die Realität. Verständlich, dass dieses System „für die Gemeinden durchaus komfortabel ist“, wie Herr Bürgermeister Russer in o.g. Artikel zitiert wird.

An dieser Stelle möchte ich mich bei all unseren fleißigen Helfern bedanken für ihre unermüdliche Treue gegenüber unserem Verein und unseren Schützlingen. Gleichzeitig gebe ich zu, dass ich mich schon dafür schäme, dass der Verein aus den vorgenannten Gründen Eure Zeit ohne Entlohnung in Anspruch nimmt und ihr sogar noch die Kosten für Fahrten zum und für den Verein aus eigener Tasche bezahlen müsst. Das ihr alle dennoch bei der Stange bleibt, ist aller Ehren wert!

Zu guter Letzt sei noch erwähnt, das die besagten 5.500 € lediglich einen statistischen Wert darstellen, jedoch zu keiner Zeit in Rechnung gestellt wurden.

 

Manuela Braunmüller

Tierschutzverein Pfaffenhofen u.U. e.V., 1. Vorsitzende

Das neue Bürgermagazin ist da! Diesmal mit einem großen Bericht über unseren Verein und seine vielfältigen Aufgaben, schauen Sie doch mal rein:

 

http://www.pafunddu.de/pfaffenhofen/stadtthemen/das-neue-buergermagazin-ist-da-d6546.html

Aktion - Der Hallertauer 2015 Ausgabe 40/2015

Pfaffenhofener Kurier v. 03.02.2015

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